Veranstaltungskalender der BRN, Programm zur bunten Republik Neustadt 2020
Datum
Veranstaltungszeitraum
30. bunte Republik Neustadt

vom 19. - 21. Juni 2020


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Die BRN
Gregor Kunz: „Die Idee zur bunten Republik entstand eines Nachmittags in der Bronxx, das war eine Kneipe in der Alaunstraße, in einer Schwatzrunde. Da haben wir das Ding innerhalb von zwei, drei Monaten aus dem Boden gestampft.“


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Ausbau von 5G



Die fünfte Generation im Mobilfunk - kurz 5G genannt – ist ein Quantensprung in der Technologie. Spätestens durch die Coronakrise, die auch in Deutschland zu Ausgangssperren und Heimarbeit geführt hat, wird deutlich, wie eng es im Internet geworden ist. Telekonferenzen über Zoom und Skype, gestreamter Schulunterricht, Netflix und Co. sowie ungezählte andere Zerstreuungen im Internet belasten die bestehenden LTE-Netze.


5G soll auch da mühelos Abhilfe schaffen können. In Deutschland haben Telefonica, Vodafone, 1&1 Drillisch und die Telekom im vergangenen Jahr Sendefrequenzen ersteigert.


Die neue Technologie ist blitzschnell und für riesige Datenmengen ausgelegt. Hinzu kommt eine bisher unerreichte Verbindungsstabilität. Theoretisch soll 5G bis zu 100-mal schneller sein können als 4G oder LTE. Maximal 100 Gbit pro Sekunde können erreicht werden. Die höchste, bei 4G gemessene Geschwindigkeit liegt bei 1,8 Gbit/s.

Sehr geringe Latenzzeiten erlauben Reaktionen in Echtzeit – eine Grundvoraussetzung für etliche Anwendungen, für die 5G den Weg ebnen soll. Schließlich ist die Technologie nicht nur dafür da, für den Privatverbraucher das Internet schneller zu machen, sondern vor allem auch, um autonome Fahrzeuge, Telemedizin, Automatisierung durch Industrieroboter und mehr zu unterstützen. Da sind Zeitverzögerungen in der Reaktion nicht akzeptabel.


Stromkosten sowie Gebühren für die Kunden sollen auch nicht höher ausfallen als bei LTE, im Gegensatz zum Umstieg vom 3G auf LTE, wo Tarife deutlich angestiegen waren.

Doch die meisten Deutschen müssen noch geraume Zeit auf 5G warten, selbst wenn sie bereits Endgeräte besitzen, die mit der neuen Technologie kompatibel sind.

5G, das unter anderem von Forschern der Technischen Universität Dresden mitentwickelt wurde, braucht nämlich seine eigenen Sendemasten. Das liegt an der sogenannten Millimeterwellen-Technologie. Bisherige Mobilfunkwellen sind mehrere Zeitmeter lang. Bei 5G werden sie auf zwischen ein und zehn Millimeter komprimiert. Zudem werden auch deutlich höhere Frequenzen benutzt. LTE bewegt sich zwischen 0,8 und 2,6 Gigahertz. Für 5G werden Frequenzen zwischen sechs und 300 Ghz eingesetzt.

Weil die Millimeterwellen nicht so leicht durch Wände und andere Hindernisse kommen wie ihre größeren Vorgänger, werden deutlich mehr Antennen benötigt. In den ersten Städten stehen sie maximal 450 Meter auseinander, was auch für die geringen Latenzzeiten ein Muss ist.


Die Anfänge in Sachen 5G wurden in Deutschland bereits Ende 2019 gemacht. München, Bonn, Darmstadt, Köln, Frankfurt, Hamburg und Berlin gehörten zu den Vorreitern. Bis das Netz flächendeckend ist und überall ausreichend Antennenmasten stehen, wird es aber noch einige Zeit dauern.

So bahnbrechend die neue Technologie vor allem für industrielle Anwendungen auch ist, so umstritten sind derzeit noch mögliche Folgen für Mensch und Natur. Dabei geht es vor allem um die Strahlenbelastung durch die deutlich höhere Anzahl an Sendemasten und die höheren Frequenzen, in denen die Funkwellen ausgestrahlt werden. Das seit Februar 2020 bestehende „Kompetenzzentrum Elektromagnetische Felder“ im Bundesamt für Strahlenschutz bietet Expertenauskünfte für besorgte Bürger.

Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland hinterher, was den Ausbau angeht. In der deutlich kleineren Schweiz können bereits bis zu 90 Prozent der Bevölkerung mit 5G versorgt werden. Bis es in Deutschland so weit ist, werden noch ein paar Jahre vergehen. Bis dahin tummeln sich die meisten Bürger im alten Netz.




Viel Spaß und eine schöne, friedliche BRN.