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Alles Wissenswerte über den HIV-Test




Bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr, Sex mit Blackout oder bei Nadelstichverletzungen stellt sich die Frage, ob man sich mit HIV infiziert haben kann. Klarheit gibt es nur durch einen HIV-Test, wie z.B. den INSTI HIV Schnelltest, wenn man nicht Jahre später an AIDS erkranken will. Da die HIV-Symptome bei einer akuten Infektion nach ein bis zwei Wochen auftreten und man dabei eher an eine Grippe oder Erkältung denkt, wird HIV nur in wenigen Fällen frühzeitig erkannt. Kam es zu einer Risikosituation, sollte man bei den ersten HIV-Symptomen den Arzt darauf hinweisen oder sich zur Sicherheit an eine Beratungsstelle wie diese in Berlin wenden. Bei einer Beratung kann man dann auch abklären, ob wirklich ein Infektionsrisiko besteht und ob ein HIV-Test sinnvoll ist. Im Zweifelsfall sollte man sich unbedingt für den HIV-Test entscheiden, da man zu diesem Test auch bei einem Verdacht auf eine Infektion nicht verpflichtet ist. Auch wenn man selbst der Meinung ist, dass man mit HIV leben kann und sich aus Angst oder Scham nicht testen lassen möchte, muss man an die Ausbreitungsgefahr denken, damit die AIDS-Epidemie gestoppt werden kann.


Wie lange dauert ein HIV-Test ?


Es gibt unterschiedliche Testverfahren, wie z.B. den INSTI HIV Schnelltest, der in weniger als 60 Sekunden ein positives oder negatives Ergebnis anzeigt. Bei diesen Tests muss man also nicht wie bei den Labortests mehrere Tage auf die Resultate warten. Bei dem HIV-Schnelltest-Verfahren werden HIV Antikörper im Blut gesucht. Nach einer HIV Infektion dauert es drei bis sechs Wochen, bis Antikörper gebildet werden. Ein zuverlässiger Nachweis ist in der Regel bereits nach 22 Tagen möglich.

Der HIV Schnelltest wird kostenlos oder gegen einen geringen Betrag in Beratungsstellen angeboten. Wer es bequemer und anonymer vorzieht, kann sich auch für einen HIV-Heimtest entscheiden. In diesem Fall kann man sich den HIV-Schnelltest von INSTI über das Internet bestellen und daheim den Nachweis erbringen. Dieser HIV Schnelltest wird von der WHO unterstützt und ist sehr zuverlässig. Es dauert nur eine Minute den HIV Test bei sich zu Hause zu machen, weshalb es auch keinen überzeugenden Grund gibt, sich nicht testen zu lassen.


Welche Vor- und Nachteile hat ein HIV-Schnelltest


Mit dem HIV-Schnelltest kann man sich zu Hause selber testen, ohne dass man einen Termin im Krankenhaus, Gesundheitsamt oder im Labor ausmachen muss. Der Vorteil ist, dass dadurch auch Personen eine Kontrolle über ihre Gesundheit bekommen, die sonst nicht zu einer Beratungsstelle oder zum Arzt gehen. Durch diese Methode können die HIV-Tests jedem zugänglich gemacht werden, da keine speziellen Fachkenntnisse dafür notwendig sind. Bei dem schnellsten Test der Welt (nur 60 Sekunden), dem INSTI HIV Test, braucht man sich nur mit einer im Kit enthaltenen Lanzette in die Fingerkuppe stechen und die Blutprobe mit den speziellen Lösungen für den HIV-Test vermengen.

Nachteilig ist eigentlich nur, dass es die einfachen HIV-Schnelltests noch nicht in deutschen Apotheken zu kaufen gibt und natürlich auch kein persönlicher Berater zur Seite steht, wenn das Resultat sichtbar ist. Für viele Betroffene ist ein positives Ergebnis ein Schock, weshalb man sich in diesem Fall unbedingt an Beratungsstellen wenden sollte.


Wann ist der beste Zeitpunkt für einen HIV-Test


Kam es vor vielen Jahren zu einer Risikosituation, dann sollte man sich sofort einem HIV-Schnelltest unterziehen, denn je früher die Immunschwäche diagnostiziert wird, desto besser sind auch die Chancen auf ein normales Leben. Den INSTI HIV-Schnelltest kann man 22 Tage nach einer Ansteckungsgefahr machen und dann zur Sicherheit den Test nach 9 Wochen wiederholen, da Antikörper im Blut spätestens zu diesem Zeitpunkt messbar sind. Ein HIV-Labortest ist 6 Wochen nach der Risikosituation aussagekräftig und der PCR-Test ab der 2. Woche. Die Ansteckungsgefahr ist für einen Sexpartner besonders groß, wenn sich die betroffene Person in der ersten Krankheitsphase befindet. In diesem Fall enthalten die Körperflüssigkeiten besonders viele Viren.

Wenn beim Safer Sex ein Missgeschick mit einem HIV-positivem Partner passiert, wie z.B. ein abgerutschtes oder geplatztes Kondom, dann sollte man sich so schnell wie möglich entweder an die AIDS-Hilfe wenden, an den Arzt des Partners oder einen Test im Internet kaufen. Die AIDS-Hilfe gibt Auskunft, in welchen Kliniken eine HIV-PEP (Postexpositionsprophylaxe) angeboten wird, da das nicht in allen Kliniken der Fall ist. Ansonsten kann man sich auch an die Nothilfen größerer Krankenhäuser wenden, da in vielen Fällen PEP-Medikamente für 2 bis 3 Tag mitgegeben werden. Der zuständige HIV-Schwerpunktarzt entscheidet dann, ob die vierwöchige antiretrovirale Behandlung gemacht werden muss. Ein HIV-PEP ist eine Notmaßnahme, bei der möglichst innerhalb von 24 Stunden eine Medikamenteneinnahme erforderlich ist, um eine Infektion zu verhindern. Obwohl es sich dabei nicht um einen Schutz von 100 % handelt, liegt der Schutzeffekt bei rund 80 %. Nur der Arzt kann einschätzen, ob eine HIV-PEP bei einem relevantem Risiko sinnvoll ist oder nicht. Eine Postexpositionsprophylaxe wird in der Regel nur dann indiziert, wenn bei dem Patienten eine vitale Gefährdung der Fall ist oder auch nach beruflicher Exposition.


Fazit


Wer eine HIV-Infektion ausschließen will, sollte sich möglichst schnell um einen HIV-Test kümmern. Da man schnelle und zuverlässige HIV-Tests auch zu Hause durchführen kann, sollte man unbedingt für Klarheit sorgen. Es geht nicht nur darum, als Infizierter möglichst schnell eine HIV-Behandlung anzufangen, sondern man muss sich auch über die Ausbreitungsgefahr bewusst sein, damit die AIDS-Epidemie gestoppt werden kann.



Bild 1: pixabay.com
Viel Spaß und eine schöne, friedliche BRN.